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Freitag, 29. März 2024

 Guten Morgen (sollte es werden),

nach dem der Störenfried erkannt war, wurde gestern das Dreiwegeventil (gelber Pfeil)


augestauscht.

Leider hat der Heizungsbauer es wohl elektrisch falsch mit der UVR 1611 verbunden.

Als die Beladung des Puffer 2 beginnen sollte gab es einen Kurzschluß und das Ventil war hin !

Nun meine Frage, da sich die Firma MH-direkt UG (Enrico Müller) "tot" stellt, kennt jemand eine Bezugsquelle für Ersatzteile, die zu BUSO-Anlagen passen. Bzw wo man so ein passendes Ventil beziehen kann ???

Leider hat der Heizungsbauer das ausgebaute Ventil mitgenommen und gestern Nachmittag war in der Firma schon Wochenende, daher hab ich auch keine Beschreibung (Foto) zu dem Teil.

Wär schön, wenn jemand Infos hätte - vielen Dank und




Mittwoch, 16. November 2016

Vorgehensweise für die Umstellung von UVR1611 auf UVR16x2

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Lesers hier eine Übersicht über die Vorgehensweise, wie ich das Programm für die UVR1611 auf eine UVR16x2 umgestellt habe.

Hier gehe ich davon aus, dass es keine bestehende TAPPS-Datei für die UVR1611-Programmierung gibt - was die Regel für BUSO-Anlagen und die Anlagen anderer Hersteller ist, die bereits eine UVR1611 (teils unter anderem Namen) ausgeliefert haben. Wenn aber doch eine TAPPS-Quelldatei vorhanden ist, findet man auf der Website von TA Informationen zur Migration und die hier beschriebene Vorgehensweise trifft nicht zu.

Als Vorbereitung habe ich bei TA einiges heruntergeladen:

  • TAPPS2 mit Handbuch
  • Handbücher zur UVR16x2
  • X2-Simulator
  • Programmbibliothek zur UVR16x2
Damit kann man sich mit der Programmierung vertraut machen und - ganz toll! - mit dem Simulator testen. Der Simulator verhält sich wie eine echte UVR16x2, was das Üben und Testen ungemein erleichtert.

Programmierung der UVR1611 dekodieren

Der nächste Schritt besteht darin, die Programmierung der UVR1611 in eine für Menschen lesbare Form zu bringen.

Zunächst müssen die Funktionsdaten mit einem Bootloader oder einem BL-Net ausgelesen und auf den PC übertragen werden. Auf die Details gehe ich hier nicht ein - wer einen BL-Net besitzt, weiß selbst, wie es funktioniert. Das Ergebnis ist eine .DAT-Datei.

Die .DAT-Datei wird mit dem alten TAPPS 1.29 in eine Textdatei konvertiert. Dies funktioniert mit dem neuen TAPPS2 nicht, aber leider ist TAPPS 1 ein uraltes 16-Bit-Programm, was auf modernen 64-Bit-Windows-Systemen nicht mehr läuft, sondern nur auf 32-Bit-Systemen. Man benötigt daher entweder einen alten PC oder muss sich einen virtuellen PC einrichten. Ich habe für solche und andere Fälle eine virtuelle Maschine für VMware Player mit Windows XP.

Die Schritte in TAPPS 1:

TAPPS 1 starten, Datei > Export zum Übersetzer > Funktionsdaten wählen.

Dann im angezeigten Dialogfeld links auf Parameter-Doku klicken.

Unter Externe Quelldatei die alte .DAT-Datei auswählen und das Dialogfeld wie folgt ausfüllen:



Auf Exportieren klicken. Es wird eine Textdatei erzeugt, die alle Eingänge, Ausgänge und Funktionen mit ihren Parametern enthält.

Konvertierung in UVR16x2

Jetzt kommt der anstrengende Teil... Ich habe die Textdatei zunächst in Word so in eine Tabelle umgewandelt, dass jede Funktion in einer eigenen Tabellenzeile stand, und daneben eine zweite leere Spalte angelegt. Dann habe ich erst alle Ein- und Ausgänge in TAPPS2 angelegt. Anschließend bin ich Funktion für Funktion durchgegangen und habe sie in TAPPS2 nachgebaut. In der Word-Datei habe ich mir zu jeder Funktion notiert, wie sie in TAPPS2 heißt und welche Besonderheiten es gibt.

Viele Funktionen lassen sich 1:1 nachbauen, allerdings muss die neue Funktionsdokumentation beachtet werden, weil sich manchmal die gleichnamige Funktion leicht geändert hat oder Parameter hinzugekommen sind. Größere Änderungen sind bei Funktionen erforderlich, die ein Zeitprogramm enthielten, da das Zeitprogramm mittlerweile eine separate Funktion ist. In der Dokumentation und in den Programmbeispielen kann man nachsehen, wie es geht.

Ich empfehle, erst eine zusammengehörige Funktionseinheiten zu erstellen und dann ausführlich im Simulator zu testen, bevor die nächste Funktionseinheit in Angriff genommen wird. Also beispielsweise zuerst der Solarteil, dann der Heizkreis etc.

Hier können Sie meine Programmierung herunterladen (Update 8.5.2017), aber bedenken Sie, das Programm ist genau auf meine Anlage zugeschnitten, also auf eine relativ träge Pelletheizung, die möglichst lange am Stück laufen soll. Andere Heizungsanlagen erfordern sicherlich etliche Anpassungen.

Viel Spaß beim Umstellen!


Mittwoch, 28. September 2016

UVR1611 durch UVR16x2 abgelöst

Ich konnte nicht widerstehen... die neuen Funktionen und die Oberfläche der UVR16x2 in Verbindung mit der Netzwerkschnittstelle CMI haben mich gereizt, und so habe ich die UVR1611 in den Ruhestand geschickt und durch eine UVR16x2 ersetzt.

Wesentliche Neuerungen sind:

  • Mehr Funktionen, mehr Speicher, schnellere Arbeitsgeschwindigkeit
  • Farb-Touchscreen, moderne Oberfläche
  • Moderne Netzwerkanbindung über CMI
  • Bedienung aus der Ferne über Portal oder über App
  • Grafische Funktionsübersicht, frei gestaltbar
Die Programmierung erfolgt mit Tapps2 und die Programme können mit dem CMI per Drag-and-Drop schnell auf den Regler übertragen werden. Genial bei der Programmierung ist aber der X2-Simulator. Mit dem Simulator wird eine UVR16x2 auf dem PC nachgebildet. Man kann die Werte der Sensoren frei einstellen und testen, wie sich die Programmierung verhält. Wirklich super! Ich habe den neuen Regler erst gekauft, nachdem ich die alte Programmierung erfolgreich für die UVR16x2 nachgebaut und am PC getestet habe.

Apropos gekauft: Eine günstige Einkaufsquelle ist Heizungsdiscount24.de, wo die UVR16x2 als auch das CMI in der Regel auf Lager sind. Dieser Händler verkauft die Triac-Version nicht mehr. Details siehe hier.

Die Übernahme der alten Programmierung ist nicht gerade einfach, da eine automatische Konvertierung nicht möglich ist. Falls Interesse besteht, kann ich den Prozess in einem eigenen Beitrag skizzieren.

Ein Highlight ist die neue "Funktionsübersicht". Sie kann aus mehreren Seiten bestehen, die frei gestaltet werden kann. Einzelne Werte oder Einstellungen können auch verändert werden. So können beispielsweise die Zeitprogramme für die Heizung leicht zugänglich gemacht werden. So genannte "Fixwerte" erlauben es, bestimmte Parameter in die Benutzeroberfläche zu legen, um beispielsweise auf einfache Weise zwischen verschiedenen Ladestrategien umzuschalten oder verschiedene Funktionen ein- oder auszuschalten. Auch diese Fixwerte können in die Funktionsübersicht gelegt werden.

Die Funktionsübersicht kann per Knopfdruck für das CMI konvertiert werden, wodurch eine Überwachung und Bedienung per Webbrowser möglich ist. Auf Wunsch kann das Portal von TA genutzt werden, wodurch auch aus der Ferne auf den Regler zugegriffen werden kann. Dazu gibt es auch eine App fürs Smartphone.

Meine erste Funktionsübersicht (siehe unten) habe ich mit dem TA Designer in knapp 2 Stunden zusammengeklickt. Einen Eindruck über die Möglichkeiten vermittelt dieses Filmchen. Grafisch kann man noch wesentlich mehr machen, aber für mich reicht dies.