Sonntag, 27. September 2009

Warmwasser im Herbst

Nach einem solarmäßig unspektakulären Sommer gibt es wieder etwas zu berichten. Jetzt beginnt die Zeit, wo das solare Warmwasser schon mal knapp werden kann. Daher habe ich jetzt probeweise bei der Funktion zur Speicherbeladung den Wert DIFF.SOLL von 15 K auf 25 K erhöht. Dieser Wert legt den Abstand der Temperatur vom Puffer oben zur Warmwassertemperatur fest. Bis zu diesem Wert (in meinem Fall 43° WW + 25 K = 68°) wird temperaturoptimiert beladen, erst dann wird leistungsoptimiert beladen, wobei der Übergang fließend ist.

Sinn der Sache: Bei der nachlassenden solaren Einstrahlung im Herbst will ich lieber ein höheres Temperaturniveau im obenen Pufferbereich haben, statt das gesamte Puffervolumen auf einem niedrigeren Niveau durchzuheizen. Nach meiner Erfahrung kann ich damit sonnenlose Tage länger überbrücken. Mal sehen, wie es funktioniert.

"Nachteil" ist natürlich ein etwas geringerer Tagesertrag, aber die Anlage läuft ja schließlich nicht für die Statistik.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Undicht


Hallo Solarianer,

unsere Anlage ist seit 11/2006 in Betrieb.
Es gibt eine Flexi-Verbindung nach dem Volumenstromgeber.
Diese Verschraubung ist nun zum wiederholten Male undicht.
Ist dies bei anderen Anlagen, die auch dieses Flexi-Rohr, haben auch so ??

Mit hArzlichen Grüssen
FrankB aus O

Donnerstag, 18. Juni 2009

Noch ein defekter Sensor

Als die Visualisierung vor wenigen Tagen am Abend eine Außentemperatur von fast 30° angezeigt hat, wurde ich doch etwas stutzig... Also schnell die Diagramme der letzten Tage angesehen: auch dort gab es verdächtige Peaks. Vorsorglich habe ich noch die Anschlüsse am Sensor und in der UVR geprüft, aber die sind alle OK und können daher nicht die Peaks verursacht haben. Daher die eindeutige Diagnose: Wieder hat sich ein Sensor verabschiedet. Glücklicherweise hat der Außentemperatursensor zur Zeit keine Funktion, daher ist der Austausch nicht eilig.

Jetzt frage ich mich: sorgen defekte Sensoren eigentlich immer für falsche Werte, die zu hoch liegen, oder können sie auch fälschlicherweise zu niedrige Temperaturen melden? Falsche Werte, die zu hoch sind, führen in der Regel zum Abschalten einiger Anlagenfunktionen und sind daher unproblematisch. Schlimmstenfalls stagniert die Solaranlage oder der Brenner wird zu früh abgeschaltet. Bei zu niedrigen Werten könnte es vielleicht problematischer werden, wenn beispielsweise die Solarkreise noch laufen, obwohl der Puffer schon voll ist. Und nach Murphy's Law passiert sowas immer dann, wenn man gerade im Urlaub ist... Weiß jemand dazu Näheres?

Freitag, 12. Juni 2009

Puffer zu groß?

Im Zuge der Umstellung auf Pellets im April 2008 wurde mein 600-Liter-Puffer bekanntlich um einen weiteren 500-Liter-Puffer erweitert. Mittlerweile habe ich Zweifel, ob dies wirklich erforderlich war. Diese Frage wird auch oft im Haustechnik-Forum leidenschaftlich diskutiert, wobei dort die Meinung zu "Viel hilft viel" tendiert. Dieser Tendenz schließe ich mich nicht an, die Puffergröße sollte schon im sinnvollen Rahmen sein, sonst hat man nur lauwarme Brühe im Tank, die Statistik durch beeindruckende Ertragszahlen geschönt, aber letztendlich weniger eingespart als mit einem sinnvoll dimensionierten Puffer.

Zurück zu der 600-oder-1100-Liter-Frage. Schauen wir uns mal verschiedene Szenarien an:

Hochsommer - Hier sorgt der vergrößerte Puffer zweifelsohne dafür, dass die Anlage seltener in Stagnationsnähe gerät und demnach auch seltener die Kühlfunktion anspringt, mit der ich Stagnation vollständig vermeide. Dieser Vorteil hat aber nur begrenzten Nutzen, denn die Kühlfunktion funktioniert einwandfrei. Ob sie jetzt einige Male öfter im Jahr anspringt oder nicht, ist nebensächlich.

Heizungsunterstützung - Der größere Puffer sorgt in der Übergangszeit definitiv für eine bessere Heizungsunterstützung und höhere Erträge, weil länger kühles Wasser durch die Kollektoren laufen kann. Wie viel kWh letztendlich mehr geerntet werden, kann ich nicht sagen, atemberaubend sind die Unterschiede aber sicher nicht. Und der bisherige Tagesrekord wurde noch immer mit dem kleinen Puffer alleine erreicht.

Warmwasser - Hier scheint der größere Puffer etwas nachteilig zu sein, vor allem in der Zeit zwischen der Heizperiode und dem Hochsommer. Das Problem ist hier, dass der größere Puffer langsamer auf ein höheres Temperaturniveau kommt als der kleine Puffer alleine. Es muss ja schließlich mehr Wasser erwärmt werden. Theoretisch sollte der Energievorrat höher sein, wenn 1100 Liter 60° Grad statt 600 Liter 70° haben, aber die "gefühlte Warmwasserreichweite" bei 70° im Puffer scheint höher zu sein. Ich nehme an, dass aufgrund der größeren Oberfläche von zwei Puffern die Verluste höher sind, sodass der Wärmevorrat schneller abkühlt, als er verbraucht werden kann. Durch eine zusätzliche Dämmung der Puffer könnte dies wohl verbessert werden, aber die Platzverhältnisse bei den Puffern sind hierfür sehr eng.

Nichtsdestotrotz musste ich auch beim großen Puffer noch nie nach der Heizperiode allein für Warmwasser nachheizen, also was soll's? Mehr als ausgeschaltet kann die Heizung nicht sein, also erspare ich mir ein Nachisolieren der Puffer.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Blitzschutz

wer hat denn seine Solaranlage gegen Blitzschutz abgesichert ?

hArzlichst
frank O

Donnerstag, 7. Mai 2009

Winterbilanz und gute Vorsätze

Die ersten 4 Monate des Jahres sind vorbei, was also machen meine guten Vorsätze für 2009?

Die schlechte Nachricht: Dank des kalten Winters und meines zurückhaltenden Holzheizens hatte der Durchlauferhitzer gut zu tun. So kamen über 50 kWh mehr auf die Zähluhr als im Vorjahr.

Dennoch - oder gerade deswegen - war der Winter mit lediglich 5% mehr Brennholzverbrauch gegenüber 07/08 gar nicht so desaströs wie ich das erwartet hatte. Zum warmen Winter 06/07 allerdings waren es 25% Mehrverbrauch.

Strommäßig habe ich in 2009 einen großen Schritt gemacht.

Die ersten 4 Monate habe ich im Schnitt 20% weniger elektrische Energie verbraucht als in den Vorjahren (trotz des Durchlauferhitzers!).

Den Löwenanteil an der Einsparung trägt die EDV Anlage bei: 80% weniger (0,4 kWh/Tag statt 2,0 kWh/Tag)! Der EeePC läuft prima und hat auch mit einer 6 GB SQL-Datenbank wenig Probleme, streamt MP3 ins Haus und sammelt Heizungsdaten fürs Internet.

Seit einer Woche ist zudem die Heizkreispumpe durch eine sparsamere Version ersetzt. Eine um 40W verringerte Leistungsaufnahme - oder anders gesagt: 65% Einsparung - sollten sich über den Rest des Jahres deutlich bemerkbar machen.

Weiterhin einen schönen sonnigen Frühling! Guido

Sonntag, 29. März 2009

Luft "im Getriebe"


Weiterhin habe ich, trotz regelmäßigem Entlüftens, Luft im Solarkreislauf .

Nun bricht der Solardurchfluß zusammen, wenn die Kollektortemperatur ansteigt, wie auf dem pic zu erkennen.

Wie lange halten denn in der Regel die Ausgleichsgefäße, denn 2,5 Jahre ist doch kein Alter - oder ?

Gibts darauf Herstellergarantie (ggf wie lange) ?

hArzlichst
frankO

Samstag, 28. März 2009

Pelletvorrat geht zu Ende, Sonne muss her

Ich habe nur noch 24 Säcke Pellets im Keller. Wenn's jetzt nicht bald sonnig wird, sind sie wahrscheinlich Ende April aufgebraucht. Mit etwas Glück reicht es also, denn ab Mai war der Brenner sowieso immer aus, von einigen wenigen Mal Nachheizen fürs Warmwasser abgesehen. Der relativ kalte Winter hat den Pelletvorrat gehörig dezimiert.

Der März war solarmäßig bisher am unteren Rand der Statistik, und ein sonniger April wie 2007, bei dem überhaupt nicht mehr nachgeheizt werden musste, ist auch nicht in Sicht. Aber vielleicht wendet sich das Blatt ja noch, denn zumindest für nächste Woche ist eine gute Ernte in Sicht.

Die Solaranlage ist immer noch auf maximalen Ertrag zur Heizungsunterstützung eingestellt, wie hier beschrieben. Nächste Woche werde ich möglicherweise die Ladestrategie wieder umstellen, damit die geernteten Temperaturen auch wieder für das Warmwasser reichen.

Samstag, 21. März 2009

Entlüften


Hallo Solargemeinde,

endlich wieder ein paar Sonnenstrahlen und ....

wie ich feststellen musste, habe ich Luft im Solarflüssigkeitskreislauf !?
Natürlich hab ich zunächst gestern Mittag und Abend und heute Morgen erneut entlüftet und danach ist ein jeweils deutlich höherer Solardurchfluß feststellbar (siehe orangene Kurve).

Da ich jedoch nicht in kurzen Abständen erneut entlüften will, überlege ich, ob man eine "automatische" Entlüftung, ähnlich wie bei Heizkörpern, installieren kann ?

Kennt jemand dies Problem.
Gibt es bereits Erfahrungen.

Steigt grundsätzlich mit Solardruchfluß auch die Warwassertemperatur (rot), wie bei uns??

hArzlichst
frankO

Samstag, 17. Januar 2009

Teuer Entsorgung

Folgende mail hat mich von einem Röhrenanlagenbetreiber erreicht:

"Ich beschäftige mich seit ca. 3 Jahren mit Solar und bin dabei auf Solaranlagen aufmerksam geworden die den Namen nicht gerecht werden. Mann könnte manchmal sagen das Energy/Wärme die durch die Heizung eingespeist wird, teuer entsorg wird. Das ist auch bei ihrer Anlage so. Die Kollektortemperatur ist immer höher wie die Außentemperatur. Ein Zeichen dafür das Wärme in den Kollektor aufsteigt. Siehe Solar RL/VT Temperatur. Bei höheren Kessel Temperaturen wird der Verlust natürlich größer."

Ich hab mal auf SolarWebSiten nachgeschaut und danach befinde ich mich mit meiner Anlage und den Temperaturen in guter Gesellschaft ;-)

Wie wird denn diese Behauptung von den hiesigen Fachleuten beurteilt ?

hArzlichen Gruß
frank O