Samstag, 21. März 2009

Entlüften


Hallo Solargemeinde,

endlich wieder ein paar Sonnenstrahlen und ....

wie ich feststellen musste, habe ich Luft im Solarflüssigkeitskreislauf !?
Natürlich hab ich zunächst gestern Mittag und Abend und heute Morgen erneut entlüftet und danach ist ein jeweils deutlich höherer Solardurchfluß feststellbar (siehe orangene Kurve).

Da ich jedoch nicht in kurzen Abständen erneut entlüften will, überlege ich, ob man eine "automatische" Entlüftung, ähnlich wie bei Heizkörpern, installieren kann ?

Kennt jemand dies Problem.
Gibt es bereits Erfahrungen.

Steigt grundsätzlich mit Solardruchfluß auch die Warwassertemperatur (rot), wie bei uns??

hArzlichst
frankO

Kommentare:

Martin hat gesagt…

bei uns hat der Installateur von vorn herein einen "Spirovent" im Solar-Vorlauf eingebaut (ca. 100 Euro). Der sollte Luft (Luftblasen ?!) automatisch ausleiten.
Ob er allerdings wirklich funktioniert, kann ich nicht nachweisen...

Frank (Rödermark) hat gesagt…

Ich würde an einem Solartag die Primärpumpe mal auf höchster Stufe laufen lassen, damit die Luftbläschen mitgerissen werden. Dann am nächsten Morgen, bevor die Pumpe wieder anläuft, am manuellen Entlüfter auf dem Dachboden (ich hoffe, es gibt dort einen) entlüften. Nach wenigen Wiederholungen sollte die Restlauf draußen sein.

Das der Durchfluss mit wärmerer Temperatur ansteigt, ist richtig, da die Sole weniger zäh ist. Fällt der Durchfluss bei hoher Temperatur ab, ist Luft in der Anlage.

www.rentsolar.eu hat gesagt…

Kleines Rätsel!

Wo Kommt die Luft in einem geschlossem System mit überdruck her???

Wer es weis, kann sich ein neues Ausdehnungsgefäß kaufen.

Sonnige Grüße
Thomas Hübner
www.rentsolar.eu

Frank (Rödermark) hat gesagt…

Ein defektes Ausdehnungsgefäß kann die Ursache sein, muss es aber nicht!

Anonym hat gesagt…

welche weiteren Ursachen könnten denn in Betracht kommen ?

Welche Möglichkeit habe ich, ein defektes Ausdehnungsgefäß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu erkennen ???

hArzlichst
frank O

Frank (Rödermark) hat gesagt…

Ist ständig "neue" Luft in der Anlage? Wenn nein, hat sich das Problem wohl erledigt. Mit der Zeit sammeln sich Mikrobläschen, die den Spülvorgang überlebt haben, zusammen. Dies könnte eine Ursache sein. Auch diffundiert der im Wasser gelöste Sauerstoff heraus (sorry, falls die Formulierung falsch ist, von Chemie habe ich keine Ahnung...).

Ansonsten kann der Installateur das Ausdehnungsgefäß prüfen.

Auf der Heizungsseite habe ich seit einem Heizkörperwechsel ständig Luft und finde die Ursache auch nicht.

Anonym hat gesagt…

wenn es ein reflex ist, sagt man ca. 80000 ausdehnungsvorgänge.
aber wenn es ein zimlet ist können es auch schnell mal nur 800 sein.
ich würde mir auf keinen fall ein zimlet mehr einbauen lassen

Sonnige Grüße
Thomas Hübner
www.rentsolar.eu

Anonym hat gesagt…

So erkenne ich ein defektes Ausdehnungsgefäß!

Wenn ein Gasübertritt an der Membran des Ausdehnungsgefäßes stattfindet, muss dessen Vordruck höher als der Anlagendruck sein. Die Diffusion von Gasen durch Werkstoffe lassen wir mal außer Betracht.

Weiterhin muss das übergetretene Gas auch in den Solarkreislauf gelangen können. Dazu muss der Gasdruck die Solarflüssigkeit und das übergetretene Gas aus dem Ausdehnungsgefäß verdrängen (Vordruck höher als Anlagendruck) oder das Gas kann das Gefäß durch ungünstige Montage des Gefäßes und der Anschlussleitung selbst verlassen.

Anschließend kann dieses Gas in der Anlage aufsteigen und sich am höchsten Punkt im Kollektor sammeln. Dort führt es dann, wenn in ausreichender Menge vorhanden, zur Verminderung bis zur endgültigen Unterbrechung des Durchflusses.

Dabei ändert sich nichts am Anlagendruck, da das Gas den Kreislauf nicht verlässt.
Man kann nur am abnehmenden bzw. schwankenden Durchfluss erkennen ob sich Gas in der Anlage gesammelt hat.

Es ist also wichtig den vorgeschrieben Vordruck des Gefäßes (messbar bei druckloser Flüssigkeitsseite des Ausdehnungsgefäßes) und den Anlagendruck im kalten Zustand einzuhalten, um überhaupt eine korrekte Funktion zu gewährleisten.

Alles in allem betrachtet erkennt man also, dass die korrekte Montage und Inbetriebnahme wesentliche Auswirkungen auf das Betriebsverhalten hat.

Weiterführende Überlegungen in Richtung automatischer Luftabscheider usw. gehen ins Leere, da dadurch nur die Wirkungen bekämpft werden aber nicht die Ursache beseitigt.
Wenn zuviel entlüftet wird ist man mit dem Anlagendruck wieder unter dem Vordruck des Ausdehnungsgefäßes.

Anonym hat gesagt…

Hat sich der gewinner meines kleinen rätsel ein neues Membranausdehnungsgefäß besorgt, oder hat sich alles in luft ausgelöst?

Das würde mit sicherheit auch die anderen leser dieses blog`s interssieren.

Sonnige Grüße
Thomas Hübner
www.rentsolar.eu

FrankB (Osterode) hat gesagt…

das Problem hat sich für mich "in Luft fast aufgelöst", als die Firma BUSO über meinen Solatoer das Ausdehnungsgefäß ausgetauscht hat.
Ohne Umschweife !
Allerdings ist immer wieder Luft im Solarkreislauf und bedarf eines stätigen Entlüftens.

Mit hArzlichen Grüssen
frankB aus O